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Haben die echt nichts Besseres zu tun, als ein Grüppchen von 20 Personen aufzulösen?? Detail: Sekunde 0:44: Polizist mit der Aufschrift “OMOH” am Rücken.
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Nach der Party vorletzten Samstag hatte ich auf meinem kleinen Finger Nagellack. Das war part of the game und auch lustig und mehrere Tage behielt ich das Pink auf meiner Hand, weil ich neugierig war. Ich fand es v.a. interessant, was dieser kleine Farbtupfer mit mir angestellt hat. Mein ganzes Leben habe ich mich noch nie so Queer gefühlt. Es ist wirklich ein Hammer, aus wie vielen Fassaden unsere Gesellschaft besteht und wie einfach es ist, diese zu überblicken, wenn man selber eine Maske anlegt. Die Provokation hat mich erregt, jede Bewegung der Hand war auf einmal aufgeladen und das Spiel eines Fechers. Code und Waffe zugleich. Nicht einmal Sex befreit mich noch von meinem Fieber, wo wird das noch enden?
The Bubbles (2006)
Dreimal gab es Tränen. Zunächst bei der Konfrontation mit der Szene. Erinnerungen an eine längst vergangene Zeit und Wut über meinen Puritanismus, der nichts als pure Wut und Trauer war und ist. Ich werde die Orgasmen auf den Free-Parties nie vergessen und das Rave an der Küste war eine kleine, zaghafte Versöhnung mit E und der Crowd. Party ist besser als Krieg, wo liegt hier die Aufregung? Die zweiten Tränen kamen mit der Wut über die Situation: Diese blöde Religion - oder besser gesagt - Tradition, die diese Liebe verhindert, behindert und letztendlich unmöglich macht und die unglaublich süßen Versuche der ProtagonistInnen, doch irgendwelche Umwege zu finden, nur um einfach glücklich zu sein. Hell yeah, wer nimmt sich das Recht heraus, dies irgendeinem Menschen zu verbieten? Ich hasse diese Welt! Und zuletzt beim Schluss. Das einzig mögliche Ende, das diesem großartigen Film gerecht wird und zugleich so unsagbar traurig. Bin ich froh, dass ich das gesehen habe!
Ich wurde von den Grünen ins Kino eingeladen.
P.S. Und wie unglaublich sexy Menschen sind, wenn das Wetter warm und schön ist! Merde, Kälte ist nix für mich. Vergiss das vedische Harmoniegeschwafel.
“So we have the moving words of a T.S. Eliot Prize for Poetry, National Book Award-winning, openly gay poet being used in a letter threatening to poison gay bar-goers. It’s a twisted situation.”
Don’t divorce me! (via Hikmet)
Ist das Geschlecht biologisch oder gesellschaftlich determiniert? Gibt es darauf eine Antwort? Nun, ich muss mich in meiner Solidarität auf eine Seite stellen und proklamiere mal eine gesellschaftliche Definition von Geschlecht. Daraus begründet sich mein tiefer Respekt vor der “Community” (aus dessem Grunde ich mir ein Augenzwinkern erlauben darf) - weil sie - entgegen gesellschaftlich standardisierter Heuchelei - zugibt, das Leben zu lieben. Ich frage mich täglich, als heterosexueller Mann, wie weit ich in meinem Bekenntnis zum Leben gehen darf - wie sehr beneide ich meinen schwulen Kollegen Mann darum, dass er diesen Schritt hinter sich hat. Die Hindernisse, die man durch diese Proklamation überwinden muss, beweisen, wie tot unsere Gesellschaft in Wirklichkeit ist. Es gibt noch viel zu tun.